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Hörselgau

Pfarramt Hörselgau mit den Kirchgemeinden Hörselgau, Fröttstädt, Teutleben und Wahlwinkel.

Pastorin Ulrike Weber
Kirchplatz 9
99880 Hörselgau
Tel.: 03622/902816
Fax: 03622/900729
E-Mail: hoerselgau@suptur.de

St. Bonifatius, Hörselgau

Rund dreieinhalb Kilometer nordöstlich von Waltershausen liegt der Ort, der seit 2000 politisches Zentrum der Verwaltungsgemeinschaft „Hörsel“ ist. Von der mittelalterlichen Kirche, die dem heiligen Bonifatius geweiht ist, blieb nur der Kirchturm erhalten, nachdem das Dorf während des Dreißigjährigen Krieges zweimal 1638/40) niedergebrannt worden war. Beim Neubau von 1783 bis 1785 blieb nur der mittelalterliche, rund 30 Meter hohe Turm mit seiner schiefergedeckten Haube aus dem Jahr 1699 übrig, während das das stattliche, rund 22 Meter lange und elf Meter breite Kirchenschiff mit seinem charakteristischen Mansarddach völlig neu errichtet wurde. Besonders hervorzuheben ist der Mittelschrein eines ehemaligen Flügelaltars mit den fast lebensgroßen Skulpturen des Namenspatrons der Kirche Bonifatius sowie Michael und Cyriakus.

Kirche von Hörselgau

Erlöserkirche, FröttstädtKirche von Fröttstädt

Die kleine Gemeinde Fröttstädt hat eine noch verhältnismäßig junge Kirche. Sie wurde
1903 nach Plänen des bekannten Gothaer Architekten und Baurats Alfred Cramer (1872-1938) errichtet. Der Neubau war notwendig geworden, nachdem der um 1500 entstandene und im 17. und 18. Jahrhundert veränderte, spätgotische Vorgängerbau von St. Alban im Jahre 1868 wegen Baufälligkeit geschlossen werden musste. Bis heute ist die Innenausstattung der Bauzeit erhalten (u. a. dunkle Eichenholzdecke und Böhm-Orgel von 1903). 1994 konnte eine neue Glocke angeschafft werden, die mit ihrer Aufschrift „Dona nobis pacem Friedenssymbol ist.

Teutleben, St. MichaelisAltar von Teutleben

Die Teutleber St. Michaeliskirche entstand 1673/74 nach dem Dreißigjährigen Krieg auf den Fundamenten eines gotischen Vorgängerbaues. Sie bezieht einen im Kern mittelalterlichen Turm mit ein, der mit seinem, dem Mechterstädter Kirchturm vergleichbaren Spitzhelm und vier Ecktürmchen, weithin sichtbar ist. Auch das Innere stammt vom Eisenacher Maler Johann Sebastian Preger (1676-1739), der auch die Brüstungsfelder der umlaufenden Doppelemporen mit 1719 entstandenen Temperamalereien schmückte. Dargestellt sind Szenen des Alten und Neuen Testaments. 1696 wurde auch eine neue Orgel angeschafft, die vermutlich zu Beginn des 19. Jahrhunderts umgebaut wurde.
Im Blickpunkt der Kirche steht jedoch neben dem spätmittelalterlichen Taufstein und der barocken Kanzel von 1675 und der um 1500/1510 entstandene Flügelaltar mit der Krönung Mariens im Zentrum.

St. Gotthard, WahlwinkelKirche von Wahlwinkel

Wahlwinkel, heute Ortsteil der Stadt Waltershausen, war im Mittelalter ein wichtiger Ort. Der den Ort überragende Kirchturm stammt aus dem Jahr 1505. 1496, neun Jahre zuvor, war der eigentliche Kirchenbau geweiht worden.

Im Zuge der Erneuerung der baufällig gewordenen Kirche in den Jahren 1827/28, entstand 1829 auch die Orgel aus der Werkstatt von Georg Andreas Hesse in Dachwig, die in den Jahren 2001-2006 restauriert wurde.