02.04.2020
Sonder – Gemeindebrief im April 2020

im Pfarramtsbereich Hörselgau- Mechterstädt

Seid fröhlich in Hoffnung,

geduldig in Trübsal,

haltet an am Gebet.         

Röm. 12,12

 

Halleluja, der Herr ist auferstanden,

er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja

LK 24,6a. 34

Liebe Gemeindeglieder, Liebe Leserinnen und Leser,
Krisenzeiten gibt es im Leben immer wieder. Meistens sind es persönliche Krisen. Selten greift etwas so global in das Leben aller Menschen ein, wie es der Corona-Virus derzeit weltweit tut. Wir sind alle betroffen und das Leben wird nach Corona anders sein als vorher. 

Wir spüren in diesenTagen deutlicher denn je, wie abhängig wir sind und wie verletzlich unser Leben ist. Das ist manchmal schwer aus zu halten. Aber: Wir spüren in diesenTagen vielleicht auch deutlicher als sonst, wie stark Gott an unserer Seite ist, und dass wir unter der Botschaft des Lebens stehen. MitteApril feiern wir das Osterfest.Wir wissen heute noch nicht, ob dann die Krankheit bereits im abklingen ist, oder gerade auf ihrem Höhepunkt angelangt ist.Aber eines wissen wir genau:Wir sind nicht allein. Ostern heißt: Jesus ist jetzt da! Er stärkt unsere Hoffnung, so dass wir trotz allem fröhlich sein können. Er nimmt uns in die Arme und tröstet uns, wenn die Angst kommt. Er hilft uns Geduldig zu sein, wenn sich wieder eine neue Schwierigkeit auftut.
 

Wenn ich täglich 18.00 Uhr die Glocken höre und meine Gebetskerze entzünde, dann bete ich für Sie, für uns alle, für dieseWelt. Damit verbinde ich die Zuversicht, dass wir hindurchgeleitet werden, durch alles was jetzt schwer ist, so wie es im Psalm 23 heißt: „Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir.
Dein Stecken und Stab trösten mich.“
Es grüßt sie herzlich Ihre Pfarrerin

Christa-Maria Schaller

 

Information

Mit den seit Sonntag 22. März verschärften Regelungen der Bundesregierung zum Schutz vor Corona und der Eindämmung der Pandemie, wird auch unser kirchengemeindliches Leben noch weiter eingeschränkt:

- Gottesdienste zu feiern, ist bis Ende April verboten.
- Andachten in kleiner Runde fallen unters Kontaktverbot und sind nicht mehr möglich.

- Taufen und Hochzeiten sind untersagt (Ausnahme Nottaufen).
- Trauerfeiern finden nur unter freiem Himmel statt und nur mit den engstenAngehören.
- Alle Gemeindeveranstaltungen fallen aus.
- Die Pfarrbüros bleiben für den Publikumsverkehr geschlossen.

 

Aber:
Es gibt auch andere Formen verbunden zu sein, miteinander und mit Gott.
- Die Glocken läuten weiterhin und rufen zum persönlichen Gebet. Selbst da, wo die Glocken nicht auf Knopfdruck, sondern per Hand geläutet werden, erklingen sie in der Stille desTages oder des Abends.

- Viele Christen zünden Abends eine Gebetskerze an und stellen Sie ins Fenster. Manche singen oder musizieren ihre Gebete zum Fenster hinaus. Damit wird die gute alteTradition des Abendgebetes neu mit Leben gefüllt und trägt uns.

- Radio- und Fernsehgottesdienste können genutzt werden. Auch auf anderen digitale Plattformen können Sie Gottesdienste mit feiern.
- In derTagespresse gibt es ein „geistliches Wort zum Tage“, neuerdings an jedem Tag, nicht nur zum Sonntag.

 

Wir wissen nicht, ob sich die Regelungen zum Kontaktverbot am Osterwochenende gelockert oder verschärft haben. Aber egal wie: die Glocken ihrer Kirche läuten das Osterfest ein. 

Und je nachdem was dann erlaubt sein wird können Sie:
Die Fenster öffnen oder bei einem Spaziergang den Glocken lauschen und sich zum persönlichen Gebet einladen lassen.
Einzeln oder als Familie die Kirche betreten für einen Moment der Hinwendung zu Gott.

 

Die Osterglocken läuten:

Hörselgau: Gründonnerstag 18.00 Uhr
Laucha: Karfreitag 11.00 Uhr
Fröttstädt: Karsamstag 22.00 Uhr
Mechterstädt: Ostersonntag 9.30 Uhr

(Die Osterkerze leuchtetvor der Kirche. Es erklingtvor der Kirche österliche Musik)
Teutleben: Ostersonntag 11.00 Uhr
Wahlwinkel: Ostermontag 11.00 Uhr

 

Ich bin für Sie erreichbar unter:
Pfarrerin Christa-Maria Schaller
Tel: 03622 – 906031
Mobil: 0173 – 6566327

Mail: hoerselgau-mechterstaedt@suptur.de

 

BITTE

Wir werden eingetaucht
und mit demWasser der Sintflut gewaschen
wir werden durchnässt
bis auf die Herzhaut

DerWunsch nach der Landschaft
diesseits derTränengrenze
taugt nicht
derWunsch, den Blütenfrühling zu halten
derWunsch verschont zu bleiben
taugt nicht

Es taugt die Bitte
das bei Sonnenaufgang die Taubeden Zweig vom Ölbaum bringe.
Dass die Frucht so bunt wie die Blüte sei
dass noch die Blätter der Rose am Boden
eine leuchtende Krone bilden

Und das wir aus der Flut,
dass wir aus der Löwengrube und dem feurigen Ofen
immer versehrter und heiler
stets von neuem
zu uns selbst
entlassen werden.

 

Hilde Domin